Max Ernst Gesellschaft e.V.

MATISSE IN DÜSSELDORF
Ausstellungsbesuch am 21.1.2006

Nachdem bereits in den Vorjahren ein Ausstellungsbesuch jeweils in die Jahresthematik einführen konnte (z.B. VENEZIA! in Bonn 2003 und CEZANNE, AUFBRUCH IN DIE MODERNE 2005 im Folkwang-Museum Essen), bot sich auch in diesem Jahr die Gelegenheit, durch den Besuch einer spektakulären Ausstellung Strömungen aufzuzeigen, die auch Max Ernst bekannt waren:

HENRI MATISSE Figur Farbe Raum
die große Ausstellung in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, die mit etwa 200 Exponaten alle Schaffensphasen des bedeutenden Franzosen vorstellt, bot den Mitgliedern der Max Ernst Gesellschaft eine höchst eindrucksvolle Wiederbegegnung mit dem Maler des Lichtes, dessen Schaffen viele bereits 2002 anläßlich der Seillans-Fahrt der Gesellschaft in Nizza und Vence bewundern konnten.

Die Düsseldorfer Präsentation, nach über 20 Jahren die erste große Matisse-Schau in Deutschland, ist sensationell! Entsprechend überwältigend der Andrang! Zum großen Bedauern der Max Ernst Gesellschaft konnten leider nicht alle Interessenten teilnehmen. Auch vor Ort war trotz aller Planungen des dortigen Museums der Zugang mehr als kompliziert. Hervorragend dagegen die Führungen für alle drei Brühler Gruppen und die Fähigkeit der Kunsthistoriker, an bereits Bekanntes anzuknüpfen. So wurde z.B. eine Verbindung hergestellt zum Symbolisten Gustave Moreau, dem Lehrer von Matisse, und dem Parisbesuch der Max Ernst Gesellschaft anläßlich der Führung durch sein dortiges Museum. Auch die bereits bei der Besichtigung der Chapelle du Rosaire in Vence erfahrene Reduzierung der figürlichen Darstellung auf scherenschnittartige Farbelemente konnte nachvollzogen werden.

Letztlich aber übermannte die Max Ernst Freunde die Fülle der durch Leihgaben aus Privatsammlungen und aus Museen (z.B. St. Petersburg, Paris, London und Amerika) zusammengetragenen Werke derart, dass sie staunend die Modernität des vielseitigen Künstlers Matisse (1869-1954) bewunderten, die auch Max Ernst beeindruckt haben mußte, als er sich 1963 im südfranzösischen Seillans niederließ, von wo aus er immer wieder Kontakt aufnahm zu seinem Lithographen Chave in Vence, aber auch zu Künstlern im gesamten Bereich der Provence.

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