Max Ernst Gesellschaft e.V.

PAUL KLEE UND MAX ERNST - WERKE IM VERGLEICH
Vortrag von Dr. Jürgen Pech anläßlich der Brühler Ausstellung „Paul Klee – in Augenhöhe“

Wie Karin Franssen bei ihrer Begrüßung der zahlreich im Dorothea Tanning Saal versammelten Gäste hervorhob, war diese Veranstaltung das Ergebnis von Gesprächen, welche sie als 2. Vorsitzende mit vielen Mitgliedern der Max Ernst Gesellschaft geführt hatte: Warum sollte man eine Ausstellung “nur“ durch eine Führung erleben? Warum sollte man nicht zuvor durch Erläuterung exemplarischer Werke den Zugang zum Künstler suchen, um anschließend in die Vielfalt der ausgestellten Bilder einzutauchen?

Dr. Jürgen Pech, wissenschaftlicher Leiter des Max Ernst Museums und Vorsitzender des Beirates der Max Ernst Gesellschaft, nahm diese Anregung gerne auf und stellte in seinem Votrag PAUL KLEE UND MAX ERNST – WERKE IM VERGLEICH einzelne frühe Werke von Paul Klee vor, von denen er einen Bogen schlug zum schillernden Bild-Kosmos des Dadaisten und Surrealisten Max Ernst.

Das Aquarell „Im Tiergarten“ , die Zeichnung „Brunft“, die im Herbst 1919 auf der ersten Kölner Dada-Ausstellung gezeigt wurde, das Blatt „2 & 14“ mit seinen fliegenden Fischen, die aquarellierte Lithographie „Zahlenbaumlandschaft“ und das Selbstportrait „Versunkenheit“, das Paul Klee 1919 von sich schuf, bildeten den Ausgangspunkt für diese interessanten Vergleichsreihen. So wurde das Motiv des Stieres, das in „Brunft“ zu sehen ist, in der Übernahme durch Max Ernst als Zeichen von Wachheit und Präsenz erläutert und bis zu seinem grandiosen Werk „The King Playing with the Queen“ von 1944 fortgeführt. Dem Fisch war eine zweite Motivreihe des Referenten gewidmet, bevor die Themen „Betonung künstlicher Welten“ und „Der Blick ins Innere“ anhand von zahlreichen Werken aus den zwanziger bis fünfziger Jahren vorgestellt und intensiv beleuchtet wurden.

Im Anschluß an diesen interessanten Vortrag und nach einer kurzen Rekreation am Getränkebuffet führten der Referent sowie Dr. Achim Sommer, der Leiter des Max Ernst Museums, und die Kunsthistorikerin Dr. Sabine Jung durch die Ausstellung. Diese von der Max Ernst Gesellschaft in Verbindung mit dem Max Ernst Museum durchgeführte Matinee fand großen Beifall der Teilnehmer.

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